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Bewerbung für eine SB - Stelle: „Politische Bildung, Arbeitsgruppen und Netzwerke“ bei der FSR -VV (im Haushalt als SB -Stelle zur besonderen Verfügung ausgewiesen)

(ergänzte Fassung)

Zu meiner Person:

Mein Name ist Hardy Kunkel und ich bewerbe mich hiermit um die oben genannte SB -Stelle.

Ich habe bereits eine Berufsausbildung als Maschinenbauer in Stralsund und eine Ausbildung als Speditionskaufmann in Kiel absolviert. In Hamburg begann ich über den zweiten Bildungsweg ohne Abitur und mit Aufnahmeprüfung ein Studium an der HWP (Hochschule für Wirtschaft und Politik) und habe als Diplom - Sozialwirt abgeschlossen. Nach meinem Studium in Hamburg ging ich nach Hannover und schloss hier mein Studium als Magister Politische Wissenschaft ab. Zur Zeit bin ich Doktorand bei Ingolf Ahlers, leite ein Tutorium und hoffe demnächst darauf, ein eigenes Seminar im Fachbereich politische Wissenschaft anbieten zu können. Auch meine berufliche Zukunft sehe ich im Bildungssektor.

Zu meiner bisherigen politischen Arbeit:

Meine bisherige politische Arbeit umfasste u.a. die Teilnahme am Wahlkampf 1990 für eine alternative Bürgerbewegung in der DDR, der Profildiskussion zur Ausgestaltung des Studienprofils und der Studiengänge an der HWP, die Arbeit in autonomen politischen Cafes in Hamburg und Hannover, Fachschafsarbeit an beiden Unis sowie die Organisation von Veranstaltungen, Arbeitsgruppen, studentischen Protesten etc.

Zur inhaltlichen Ausgestaltung der SB - Stelle „Politische Bildung, Arbeitsgruppen und Netzwerke“:

Der Ansatz soll der sein, dass wenn Studierende sich für studentische Belange und auch für sie wichtige gesellschaftliche Themenbereiche interessieren und engagieren sollen, eine umfassende Informationsarbeit erfolgen soll und muss. -> Eben dies ist mit politischer Bildung im weiten Sinne gemeint. Mein Ziel ist es unter anderem, eine kontinuierliche Arbeit zu ermöglichen, welche z.B. dem teilweise doch etwas inhaltslosen Aktionismus bei studentischen Protesten entgegenzuwirken hilft und stattdessen bereits im Vorfeld eine Sensibilisierung für politische Themen anstrebt.

Um dieses Ziel zu verwirklichen, möchte ich einerseits sich bildenden Gruppen, Arbeitskreisen und Aktiven eine Plattform bilden und an deren Vernetzung mitwirken. Andererseits möchte ich selbst ich selbst bei der Organisation von Arbeitsgruppen, Veranstaltungen etc. mitarbeiten, auch mit der Hoffnung, dass dann daraus selbstständige Strukturen entstehen. Politische Bildung erfordert auch sehr viele informelle Kontakte vor Ort, sonst geht sie schlicht an den Bedürfnissen der Leute vorbei.

Unter Netzwerk ist dabei zu verstehen, dass im Unterschied zum BAföG - Amt die Arbeit nicht so verteilt wird, dass jeweils ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin den Bereich mit den Buchstaben A-C, D-F oder G-I bearbeitet. – Der Netwerkgedanke versucht zu realisieren, dass kein Mensch alles wissen bzw. bearbeiten kann und das eine Person nicht sowohl inhaltlich arbeiten als auch Veranstaltungen organisieren kann. Ich bin gefragt worden, was meine Stelle von dem Referat „Öffentlichkeit und soziale Netzwerke“ unterscheidet. Hier muss einfach nur deutlich gemacht werden, dass gut gemachte Öffentlichkeitsarbeit, welches die AStA Arbeit nach außen darstellen soll, nicht auch noch Politische Bildung oder umfassende theoretische Arbeit betreiben kann! Die einzige „Überschneidung“ ist tatsächlich das Wort „Netzwerke“, wobei selbstverständlich eine Zusammenarbeit mit dem Referat Öffentlichkeitsarbeit erfolgen muss!

Der Netzwerkgedanke spielt bei mir eine große Rolle, da ich in meiner bisherigen politischen Arbeit feststellen konnte, dass es bei dem weit verbreiteten „Einzelkämpfertum“ zu Missverständnissen, Kompetenzrangelleien, Reibungsverlusten etc. kommen kann. Aus diesem Grund habe ich meinen Vorschlag für die Ausgestaltung der SB - Stelle so angelegt, dass es möglichst viele „Überschneidungen“ oder richtiger, zu Berührungspunkten, Kooperationsmöglichkeiten und Vernetzungen kommt. Entscheidend für meine Arbeit ist dabei, dass diese Zusammenarbeit der politischen Bildung dient. Mögliche Vemetzungspartner sind dabei die SB - Stelle Studienstrukturreform, das Kulturreferat, das Referat soziale Netzwerke, das Referat Sozialpolitik, aber natürlich auch alle anderen Referate und die Organisationen an der Uni wie z.B. dem Arbeitskreis Uni - Gewerkschaften.

Als Beispiel für ein konkretes Projekt möchte ich Pläne für eine Veranstaltung nennen, wo Studierende welche im Ausland studiert haben von ihrem eigenen Erlebnissen im Umgang mit diesen Studienordnungen berichten können. Anschließend soll dann eine Diskussion zu BA/MA erfolgen. Bei diesem Projekt ist dann auch eine Vernetzung mit der Stelle Studienstrukturreform geplant. Ein anderes Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat politische Filme, wie etwa „Fahrenheit 9/11“ zu zeigen.

Ein Projekt welches ich persönlich anstrebe und verwirklichen möchte, ist die Gründung eines „Netzwerkes kritischer Wissenschaften“, in welchem Bildungsarbeit betrieben werden soll. Zur Gründung eines „Netzwerkes kritischer Wissenschaften“ hat sich bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, welche ich in Zukunft anleiten und moderieren möchte. Dies ist ein Projekt, welches ich schon seit einiger Zeit anstrebe, bereits entsprechende Vorarbeit geleistet habe und in dem ich meine persönliche Kompetenz als Sozialwissenschaftler aufgehoben sehe.

Zum Schluss möchte ich noch hinzufügen, dass ich mich auf diese Arbeit freue.

Hardy Kunkel