Make your own free website on Tripod.com

Antifa-AG der Uni Hannover & Gewerkschaftsforum Hannover:


Nicht alle Gewerkschaftsorganisationen und Gewerkschaftskreise in Europa sind mit 10 oder 15minütigen “Raucherpausen für den Frieden” zufrieden, wie sie der EGB und seine Mitgliedsverbände am 14.März 2003 zelebrierten. Eine ganz andere Vorstellung von Kampfaktionen der Lohnabhängigen gegen imperialistische Kriege haben beispielsweise die unabhängigen linken italienischen Basisgewerkschaften Confederazione Cobas, CUB, Sin Cobas, SLAI Cobas und USI, die mit dem nachfolgend übersetzten Aufruf von Anfang Februar 2003 für den Tag X zu einem tatsächlichen Generalstreik mobilisieren.

(Wir entnahmen ihn der Website: http://www.cobas.it)



“Als der Krieg vorüber war, hungerte bei den Besiegten das niedere Volk. Bei den Siegern hungerte das niedere Volk auch.” (B.Brecht)


Generalstreik, um den Krieg zu stoppen


Bush’s USA sind dabei - mit oder ohne Zustimmung der UNO - den Krieg gegen den Irak zu entfesseln. Er ist dabei die Operation “Schock und Furcht” zu starten. Dabei werden 200 Raketen am Tag auf das irakische Volk abgeschossen, ohne die Möglichkeit der Nutzung taktischer Atombomben auszuschließen.


Italien wurde in Bush’s imperialistischen Krieg einbezogen. Die unterwürfige Regierung Berlusconi hat bereits den Überflug des Luftraumes und die Nutzung der Basen durch die US-Militärs in unserem Land genehmigt.


Der präventive Angriffskrieg von Bush-Blair-Berlusconi hat in Wahrheit das Ziel, das irakische Erdöl in die Hände zu bekommen, ein strategisch bedeutendes Gebiet der Kontrolle der Supermacht USA zu unterwerfen und die Kriegsökonomie neu in Gang zu bringen, um jene Rezession zu verhindern, in der die neoliberalen Ökonomien dabei sind zu versinken.


Dieser Krieg läuft Gefahr den gesamten Mittleren Osten in Flammen zu setzen, den Konflikt auf weite Bereiche des Planeten auszuweiten und das Zusammenleben der Völker sowie den Weltfrieden in Gefahr zu bringen.


Wir sind ohne Wenn und Aber gegen den Krieg - mit oder ohne die Zustimmung der UNO.


Wir können gegenüber dem drohenden schrecklichen Massaker an unschuldigen Opfern nicht gleichgültig bleiben.


Die Werktätigen haben durch einen Krieg alles zu verlieren - einen Krieg, der in unserem Land das Umsichgreifen des nationalistischen und rassistischen Virus, die Verschlechterung unserer Lebens- und Arbeitsbedingungen, weitere Angriffe auf unsere Rechte sowie die Beseitigung der Spielräume der Demokratie provozieren wird.


Die selbstorganisierte und Basisgewerkschaftsbewegung fordert die gesamte Welt der Arbeit - unter Hervorhebung des fundamentalen Wertes des Friedens und der Solidarität zwischen den Völkern - dazu auf, sich gegen den Krieg zu mobilisieren. Deshalb werden wir alle lokalen, nationalen und internationalen Initiativen, die darauf gerichtet sind den Krieg zu stoppen, unterstützen.


Deshalb werden wir unsere Anstrengungen vervielfachen, um die umfangreichste Beteiligung an der Demonstration in Rom am 15.Februar <2003>, dem Tag der weltweiten Mobilisierung gegen den Krieg sicherzustellen.


Wir erklären von nun an, daß wir den Generalstreik gegen den Krieg ausrufen werden. Wir arbeiten daran, auch den europäischen Streik gegen den Krieg zu verwirklichen, so wie es in der Schlußerklärung des Europäischen Sozialforums in Florenz <am 10.11.2002> vertreten wurde.


Der Generalstreik ist eine bedeutende Waffe, über die die Werktätigen verfügen. Deshalb muß er in dieser sehr schwierigen Lage, in der der Kriegswahn der Mächtigen der Erde ein Szenario des Todes, der Vernichtung und des Elends für einen sehr großen Teil der Menschheit plant, eingesetzt werden.


Wir appellieren an alle Werktätigen, an die RSU’en <= die italienische Mischung aus Betriebsrat und organisationsübergreifendem Vertrauensleutekörper> aller Arbeitsstätten, den Generalstreik gegen den Krieg durchzuführen, unmittelbar nachdem der Angriff auf den Irak gestartet wird.


CONFEDERAZIONE COBAS - CUB - SIN COBAS - SLAI COBAS - USI



Vorbemerkung Übersetzung und Einfügungen in eckigen Klammern:

Antifa-AG der Uni Hannover und Gewerkschaftsforum Hannover